Text: Klagsverband · 27. Oktober 2016

Weltwirtschaftsforum: Österreich bei Ranking innerhalb eines Jahres von Platz 37 auf 52 abgestiegen

Benachteiligung bei Frauengehältern unter anderem Grund für schlechtes Abschneiden.

Pünktlich zum Wiener Equal Pay Day – am 27. Oktober 2016 haben Männer in Wien das Jahresgehalt von Frauen bereits erreicht – macht die nächste Untersuchung auf sich aufmerksam, die sich der Lücke bei der Gleichstellung von Frauen und Männern widmet.

Im Global Gender Gap Report untersucht das Weltwirtschaftsforum seit 2006 jedes Jahr Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen in mehr als 100 Ländern. Die Berechnungen zu Österreich können hier nachgelesen werden. 

Entscheidender Faktor: Lohnungleichheit

2016 haben die Studienautor_innen auf Basis der Daten von mehr als 144 Ländern einen Index berechnet, der die relative Lücke bei der Gleichstellung von Frauen mit Männern in den vier Kernbereichen Gesundheit, Bildungsniveau, wirtschaftliche Beteiligung und politische Mitwirkung angibt. Österreich befindet sich in diesem Ranking auf Platz 52.

Im Jahr 2015 war Österreich noch auf Platz 37 gelistet. Einen Rückschritt in der Geschlechter-Gleichstellung erkennen die Autor_innen der Studie aber in allen untersuchten Ländern. Für diese Rückwärtsbewegung seien, laut Bericht, mehrere Faktoren verantwortlich, unter anderem das Einkommen: „Weltweit erhalten Frauen durchschnittlich gerade einmal gut die Hälfte des Gehalts ihrer männlichen Kollegen …“ heißt es in der Presseaussendung.

Diese Einschätzung bestätigt sich auch bei einem Blick auf die Daten: In der Kategorie Lohngleichheit belegt Österreich Platz 100 im Ranking. (da)