Text: Klagsverband · 6. April 2018

ENAR-Schattenbericht: Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsmarkt

Das europäische Netzwerk gegen Rassismus zeichnet ein detailliertes Bild über die Situation in den EU-Mitgliedsstaaten.

Bei dem Schattenbericht handelt es sich um ein Update des Berichts, der 2014 veröffentlicht wurde. Die Autor_innen sahen die Notwendigkeit einer Neuauflage aufgrund der sozio-politischen und wirtschaftlichen Veränderungen in Europa.

Situation in Österreich

Dargestellt wird die Situation am Arbeitsmarkt anhand von Länderprofilen. In Österreich bestehen zahlreiche Hürden für Migrant_innen am Arbeitsmarkt, das geht aus dem Bericht hervor. Zu den Migrant_innengruppen mit der höchsten Arbeitslosenrate gehören Syrierinnen, Afghaninnen und Türkinnen. Migrantinnen sind insgesamt häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Migranten.

Migrantinnen und Migranten sind in Österreich überproportional häufig Schichtarbeiter_innen oder haben unregelmäßige Arbeitszeiten.

Bei Bewerbungsgesprächen werden Personen mit Migrationshintergrund in Österreich weniger oft eingeladen. Die Diskriminierung beginne aber, laut ENAR-Schatenbericht, schon in der Schule. Besonders kritisiert wird die Trennung der Schüler_innen mit zehn Jahren in AHS und Neue Mittelschule, weil Letztere schlechtere Job-Möglichkeiten nach sich ziehe. (da)

Folgen Sie diesem Link, um den ENAR Schattenbericht zu Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsmarkt in Europa herunterzuladen (pdf).