Text: Klagsverband · 12. April 2018

Unterricht muss inklusiv sein!

Der Klagsverband spricht sich für verstärkte Deutschförderung in Schulen aus, lehnt aber aus menschenrechtlichen Gründen die Einführung von Deutschförderklassen ab.

Der Entwurf einer Novelle zum Schulorganisationsgesetz, dem Schulunterrichtsgesetz und dem Schulpflichtgesetz 1985 sieht unter anderem vor, dass zur Förderung der Deutschkenntnisse von Kindern nichtdeutscher Muttersprache eigene Deutschklassen eingeführt werden sollen. Dieser Ansatz wird von wissenschaftlicher Seite vehement kritisiert – etwa in den Stellungnahmen von Bildung grenzenlos, der Pädagogischen Hochschulen Wien und Steiermark, des Instituts für Sprachwissenschaften*Universität Wien und des Landesschulrats für Tirol.

Auch aus menschenrechtlicher Sicht ist die Segregation von Kindern abzulehnen. Der Klagsverband plädiert daher für ein Ausbau der Deutschförderung in der Form, dass Kinder und Jugendliche im Klassenverband verbleiben und lediglich in einem überschaubaren Ausmaß separat unterrichtet werden.

Die Stellungnahme des Klagsverbands können Sie hier als Word und pdf herunterladen.