Text: Klagsverband · 5. März 2019

Diskriminierung von HIV-positiven Personen

Der Antidiskriminierungsreport der Aids Hilfen zeigt deutlich: mehr als die Hälfte der Benachteiligungen passieren im Gesundheitsbereich.

Seit 2013 bringen die sieben Aids-Hilfen in Österreich einen gemeinsamen Antidiskriminierungs-Report heraus. In dem Bericht werden die Meldungen erfasst, die jährlich bei den Aids Hilfen zum Thema Diskriminierung eingehen. Die Aids-Hilfen helfen Betroffenen mit Beratung und Unterstützung.

2018 sind bei allen Aids-Hilfen gemeinsam 29 Meldungen eingegangen. Mehr als die Hälfte der Meldungen seit 2013 sind aus dem Bereich Gesundheitswesen. HIV-positiven Personen wird manchmal die Behandlung verwehrt, sie erhalten ausschließlich Randtermine oder die Gesundheitseinrichtungen bestehen auf gesonderte Hygienemaßnahmen.

Alle diese „Sondermaßnahmen“ sind nicht notwendig und tragen zur Stigmatisierung von HIV-positiven Personen bei.  Das wird auch im Antidiskriminierung-Report betont: „Es bleibt aber weiterhin von großer Bedeutung darauf hinzuweisen, dass es keiner gesonderten oder zusätzlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen bei der medizinschen und pflegerischen Betreuung HIV-positiver Menschen bedarf. Die Einhaltung aller regulären Hygienemaßnahmen ist für alle PatientInnen gleich anzuwenden, unabhängig von (nicht verpflichtenden) Offenlegung eines positiven HIV-Status.“ (da)

Den Antidiskriminierungs-Report 2018 können Sie hier herunterladen.