Text: Klagsverband · 16. Juni 2010

ENAR: Belgien soll während EU-Präsidentschaft Antidiskriminierung forcieren

Belgien übernimmt am 1. Juli 2010 für sechs Monate die EU-Präsidentschaft. Trotz aller innenpolitischen Diskussionen müssen die offenen Fragen bei Antidiskriminierung und Gleichstellung weiter bearbeitet werden.

enarENAR, das Europäische Netzwerk gegen Rassismus, betont in seinem „Call for Action„, dass die belgische Präsidentschaft entscheidend sein wird, ob die Europa 2020-Strategie der EU Wachstum, Chancengleichheit und Menschenrechte für alle Menschen bewirken kann.

Unter den neun Forderungen findet sich die Erinnerung an

  • die Fortführung der Verhandlungen über eine Antidiskriminierungs-Richtlinie, die auch außerhalb der Arbeitswelt einen Diskriminierungsschutz aufgrund der Behinderung, der Religion und Weltanschauung, des Alters und der sexuellen Orientierung sicherstellen soll,
  • die lückenlose Umsetzung der bestehenden Antidiskriminierungs-Richtlinien,
  • die Notwendigkeit zur Umsetzung der Europäischen Beschäftigungsstrategie, um MigrantInnen und ethnischen Minderheiten einen gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt zu bieten und
  • die weiterhin notwendigen Anstrengungen zur Teilhabe von Roma am Arbeitsmarkt.