Text: Klagsverband · 4. November 2014

Frauenanteil gestiegen, Einkommensdifferenz gesunken

Die österreichische Bundesregierung hat ihren jüngsten Gleichbehandlungsbericht für die Jahre 2011 bis 2013 veröffentlicht.

In dem Bericht werden Daten über den Frauenanteil im öffentlichen Dienst, den Frauenanteil in Führungspositionen und die Einkommensdifferenz von Frauen und Männern im Bundesdienst gesammelt.

Frauenanteil im öffentlichen Dienst gesteigen

Der Frauenanteil im öffentlichen Dienst ist demnach von 2011 bis 2013 von 40,6 auf 41,2 Prozent gestiegen. Das betrifft auch Berufsgruppen, in denen der Frauenanteil in der Vergangenheit sehr niedrig war, wie zB die Exekutive oder der militärische Dienst. Den höchsten Anstieg konnten die RichterInnen und StaatsanwältInnen sowie die Schulaufsicht verzeichnen.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Aber nicht nur der Anteil von Frauen in den verschiedenen Berufsgruppen ist gestiegen. Es waren in den Jahren 2011  bis 2013 auch mehr Frauen in Führungspositionen. Von tatsächlicher Chancengleichheit kann aber noch nicht die Rede sein, wie im Bericht kritisch festgehalten wird: 2013 hatten schließlich nur 33,7 der weiblichen Beschäftigten im Bundesdienst eine Führungsposition inne.

Weniger Teilzeitbeschäftigte im Bundesdienst

Während 45,9 Prozent der unselbstständig erwerbstätigen Frauen in Österreich in Teilzeit arbeiten, sind das im Bundesdienst nur 32,9 Prozent.

Einkommensdifferenzen geringer

Der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männer im Bundesdienst lag 2013 bei 12,8 Prozent, 2012 waren es noch 13,3 Prozent. Die österreichische Bundesregierung musste entsprechend der Novelle des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes aus dem Jahr 2011 nun bereits zum zweiten Mal einen Einkommensbericht vorlegen.

Hier geht’s zum 10. Gleichbehandlungsbericht des Bundes.