Jahresbericht 2019

Jahresbericht 2019

Das Jahr 2019 stand für den Klagsverband im Zeichen der Veränderung: Nach fast elf Jahren hat die Leiterin der Rechtsdurchsetzung Andrea Ludwig den Klagsverband verlassen, um sich beruflich zu verändern. Auf diesem Weg wollen wir uns einmal mehr bei Andrea Ludwig bedanken und ihr alles Gute wünschen!

Theresa Hammer ist die neue Leiterin der Rechtsdurchsetzung. Sie verstärkt das Klagsverbands-Team seit 1. September 2019 und ist Montag bis Donnerstag für Rechtsanfragen unserer Mitgliedsvereine erreichbar.

Auch neue Mitglieder dürfen wir im Klagsverbands-Netzwerk begrüßen: Das Beratungszentrum für Migrantinnen und Migranten in Wien, ZEBRA in Graz, das Lungauer Frauennetzwerk und der Verein LOK – Leben ohne Krankenhaus mit Sitz in Wien sind unsere neuen Mitgliedsvereine. Wir heißen alle in unserem Netzwerk willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Im März haben wir dann noch einen Neubeginn offiziell gefeiert: Bei einem gemeinsamen Tag der offenen Tür mit unseren Büropartner_innen vom Unabhängigen Monitoringausschuss zur Umsetzung der UN-BRK konnten wir unser neues Büro vorstellen und viele interessante und inspirierende Gespräche mit unseren Besucher_innen führen. An dieser Stellen bedanken wir uns bei unseren Kolleg_innen vom Monitoringausschuss für die tolle Bürogemeinschaft!

Die Suche nach einer stabilen Finanzierung hat 2019 erneut viele Ressourcen beansprucht. Die Förderung durch das BKA Frauen wurde 2018 halbiert und ist auch 2019 auf diesem Stand geblieben.

Auch die UN-Frauenrechtskonvention CEDAW hat uns im Jahr 2019 wieder intensiv beschäftigt. Nach der Staatenprüfung im Juli 2019 haben wir mit den Abschließenden Bemerkungen des Frauenrechtskomitees ein wertvolles Lobbying-Instrument in die Hand bekommen. Mehr Informationen zu unseren Aktivitäten im Rahmen unseres Arbeitsschwerpunktes Frauenrechte gibt es hier.

Abschließend wollen wir hier noch an zwei Jubiläen im Jahr 2019 erinnern: Das Gleichbehandlungsgesetz ist vor 40 Jahren in Kraft getreten, damals noch stark eingeschränkt auf Lohngleichheit von Frauen und Männern. Dieses Thema beschäftigt uns heute noch immer. 2004 hat sich das Rechtsgebiet mit der Umsetzung der EU-Gleichbehandlungsrichtlinien in Österreich umfassend erweitert, 2008 wurden die Antidiskriminierungsgesetze mit dem Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz und dem Behinderteneinstellungsgesetz abgerundet.

Seither engagiert sich der Klagsverband dafür, dass diese Gesetze mit Leben erfüllt werden. Diesem Engagement fühlen wir uns seit 15 verpflichtet!

In diesem Sinn werden wir weiter unser Bestes für Gleichstellung und gegen Diskriminierung tun und wünschen eine informative Lektüre!